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Hier berichte ich nach Lust, Laune und Zeitbudget über interessante
Marathonläufe und andere Neuigkeiten aus der Leichtathletikszene.
Viel Spass beim lesen. Die Artikel schreibe ich auf meine ganz spezielle
Art und versuche den Aritkeln eine persönliche Note zu geben oder
verweise nur kurz auf Presselinks.
Die meisten Artikel stehen nur auf den Unterseiten, also einfach draufklicken.
29.05.2011
Unter diesem Artikel findet ihr einen ausführlichen Aritkel zur
Deutschen Marathonmeisterschaft 2011 in Hamburg!
Die Deutsche Marathonbestenliste 2011 nach den grossen Frühjahrsmarathonläufen
Männer:
2:20:15 Jan Fitschen 77 TV Wattenscheid 08.05. Düsseldorf
2:20:39 Stefan Koch LG Braunschweig 22.5. Hamburg
2:23:50 Manuel Mayer TV Wattenscheid 22.5. Hamburg
2:24:09 Stefan Hubert 86 SV Sömmerda 08.05. Prag
2:24:11 Florian Neuschwander 81 PST Trier 22.05. Kandel
2:25:43 Dennis Pyka 72 LG Regensburg 17.04. Zürich
2:26:08 Holger Freudenberger TSG Heilbronn 22.5. Hamburg
2:26:52 Andreas Sterzinger LG Dortmund 22.5. Hamburg
2:27:38 Christian Seiler LG Ohra-Hörselgas 22.5. Hamburg
2:27:42 Andre Collet Aachener TG 22.5. Hamburg (Bestes Finish letzten 2,195 km)
Frauen:
2:24:24 Irina Mikitenko 72 SC Gelnhausen 17.04. London
2:42:10 Katharina Heinig 89 LG Eintracht Frankfurt 08.05. Hannover
2:43:54 Carolin Gläser 85 Apoldaer LV 15.05. Würzburg
2:46:13 Silvia Krull 78 LG Lage/Detmold 29.05. Duisburg
2:49:34 Eve Rauschenberg 75 LC Haßloch 13.03. Kande
2:50:53 Kerstin Steg 69 LAC Quelle Fürth 13.03. Kandel
2:50:59 Simone Maissenbacher 76 LSG Karlsruhe 08.05. Dresden
2:51:23 Steffi Volke LG Regensburg 22.5. Hamburg
2:52:02 Melanie Schulz 79 LG Ohra Hörselgas 08.05. Düsseldorf
2:52:18 Dorothea Frey 73 EK Schwaikheim 10.04. Bonn
22. Mai 2011
Ergebnisse der Deutschen Marathon Meisterschaft
Stefan Koch und Steffi Volke triumphieren in der Hitzeschlacht
inklusive Altersklassensieger und Rennverlauf der ersten Herren
sehr junge Afrikanerinnen dominieren das Eliterennen
Die Deutsche Marathonmeisterschaft 2011 ist Geschichte. Es
gab bei sehr warmen Temperaturen von jenseits der 20 Grad Marke
beeindruckende Leistungen zu sehen und einige Überraschungen.
Auf die Gesamtwertung nehme ich unter diesem Artikel Bezug.
11 Deutsche Athleten blieben bei warmen Temperaturen
unter der 2:30 Stunden Marke! Keiner lief schneller als 2:20 Stunden.
15 Deutsche Frauen blieben unter der 3 Stunden Marke.
Keine Dame lief 2:50 Stunden oder schneller, weil
die Deutschen Profiläuferinnen aus unterschiedlichen Gründen
komplett fehlten. Eine kühle Erfrischung an Hamburger Alster
hat sich jede Läuferin und jeder Läufer mehr als verdient.
Hier die 15. schnellsten Deutschen Marathonmänner beim Hamburg Marathon:
| 1 |
1 |
12 |
» Koch, Stefan |
LG Braunschweig |
02:20:39 |
|
|
| 2 |
1 |
16 |
» Meyer, Manuel |
TV Wattenscheid |
02:23:50 |
|
|
| 3 |
2 |
408 |
» Neuschwander, Florian |
Post-Sport-Telekom Trier |
02:24:14 |
|
|
| 4 |
3 |
652 |
» Freudenberger, Holger |
TSG 1845 Heilbronn |
02:26:08 |
|
|
| 5 |
4 |
655 |
» Sterzinger, Andreas |
LG Olympia Dortmund |
02:26:52 |
|
|
| 6 |
2 |
15 |
» Seiler, Christian |
LG Ohra-Hörselgas |
02:27:38 |
|
|
| 7 |
1 |
378 |
» Collet, Andre |
Aachener TG |
02:27:42 |
|
|
| 8 |
5 |
646 |
» Nawrocki, Philipp |
Aachener TG |
02:28:02 |
|
|
| 9 |
3 |
649 |
» Bräutigam, Marcel |
LG Ohra-Hörselgas |
02:28:30 |
|
|
| 10 |
4 |
377 |
» Schmidt, Daniel |
LG Remscheid |
02:28:51 |
|
|
| 11 |
1 |
637 |
» Benz, Ulrich |
Lg Brandenkopf |
02:29:43 |
|
|
| 12 |
5 |
635 |
» Tremmel, Thomas |
Tus Deuz |
02:31:17 |
|
|
| 13 |
6 |
678 |
» Müller, Kay-Uwe |
TSG 1845 Heilbronn |
02:31:49 |
|
|
| 14 |
6 |
631 |
» Hähnel, Hannes |
LC Cottbus |
02:31:57 |
|
|
| 15 |
7 |
107 |
» Meißgeier, Markus |
LG Hof |
02:32:04 |
Die Internetseiten von Manuel Meyer und Florian Neuschwander findet
ihr unter Links, ansonsten einfach Dr.Prof. google fragen.
6 der ersten 10 Marathonläufer sind zwischen 23 und 29 Jahren, da das
beste Marathonalter normalerweise erst mit über 30 ist kann man von
diesen Athleten hoffentlich noch Steigerungen erwarten. Die ersten
3. sind alle unter 30 Jahre alt.
Ingesamt gesehen muss man aber leider knallhart feststellen das
die Marathonleistungen der 80er Jahre nicht mehr erbracht werden.
1985 schafften es 35 Deutsche den Marathon unter 2:20 Stunden zu
laufen und in diesem Jahr hat er bisher keiner geschafft. Die Gründe
sind vielfältig und die Dominanz der jungen hungrigen AfrikanerInnen
und auch zunehmend Osteuropäern, ist sicherlich nur ein Grund, der
viele Athleten abschreckt sich der Konkurrenz zu stellen, oder sie dazu
veranlasst sehr früh ihre Karriere zu beenden, bzw. nie auf die
Marathondistanz zu wechseln.
Ein Carsten Eich lief schon vor 18 Jahren die Halbmarathindistanz
in 60:34 Minuten und das sicherlich ungedopt!!! Seine Marathonzeiten
von 2:10 Stunden sind auch mehr als vorzeigbar. Warum ist die heutige
Generation der Leichtathleten, die in jungen Jahren anfing Leichtathletik
zu treiben und somit eine gute Grundschnelligkeit besitzt, dazu nicht
mehr in der Lage? Es gibt ein paar Deutsche Läufer die 10 km in knapp
30 Minuten oder schneller laufen können. Warum schaffen Sie
nicht die Marathondistanz unter 2:20 Stunden zu bewältigen...?
Ich werde in diese Regionen nie vorstossen und kann nur
mit Bewunderung feststellen das es aussergewöhnliche Leistungen
sind die hier erbracht werden, wobei ich von der hohen Aussteigerquote
sehr enttäuscht bin....! Ich kann es nachvollziehen das jemand aussteigt,
wenn er sich ernsthaft verletzt oder Kreislaufprobleme bekommt, aber nur
weil man mit der Hizte nicht so gut zu Recht kommt und seine angepeilte
Zeit verpasst aufzugeben ist charakterlos! Wofür haben diese Läufer
monatelang trainiert? Wer einen Marathon im Mai läuft sollt auch in der
Mittagshitze trainieren, um sich darauf vorzubereiten. Jeder muss
natürlich für sich selbst entscheiden ob er aussteigt oder nicht.
Die 15. schnellsten Damen:
1. Steffi Volke 2:51:23 Stunden
2. Marion Jakobs 2:52:40 Stunden
3. Hofmann, Fakja 2:53:18 Stunden
4. Meyer, Bianca 2:53:40 Stunden
5. Boitz, Sandra 2:53:40 Stunden
6. Steg, Kerstin 2:53:56 Stunden
7. Bohn, Birgitt 2:55:08 Stunden
8. Schindler, Cornelia 2:56:32 Stunden
9. Payse, Karen 2:56:32 Stunden
10. Vabic, Nina 2:57:20 Stunden
11. Brenner, Elke 2:57:44 Stunden
12. Ebert, Teresa 2:57:53 Stunden
13. Weniger, Julia 2:58:50 Stunden
14. Lienemann, Beatrice 2:59:12 Stunden
15. Frey, Dorothea 2:59:35 Stunden
Zur Homepage von Steffi Volke: http://www.personal-training-volke.de
Alle Ergebnisse findet ihr unter: http://hamburg.r.mikatiming.de/2011/
Zum Lauf:
An der Hamburger Alster nahm erwartungsgemäß Stefan Koch (26)
sehr früh das Heft in die Hand. Der 26-jährige Vollprofi wurde
in 2:20:39 Stunden mit über 3 Minuten Vorsprung Deutscher
Marathonmeister. Es lief somit eine Durchschnittsgeschwindigkeit von
geanu 18 km/h und distanzierte den 2. Plazierten Manuel Meyer (29)
um mehr als 3 Minuten. Der berufstätige Meyer lief von Beginn an
zusammen mit dem Titelverteidiger Dennis Pyka etwas langsamer
als Koch und beide passierten nach 32:47 Minuten die 10 km Marke.
Der Pole Maciek Mierezcko gesellte sich später auch noch zu Meyer
und trat ihm mehrmals in die Hacken, woraufhin Meyer verbal deutlich
zu verstehen gab das er dies gefällist unterlassen soll. Mierezcko,
fiel zurück und kam nicht ins Ziel während der 3fache Familienvater
Meyer seine Jagd nach eine Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften
fortsetzte und daraufhin hoffe das Koch total einbricht.
Nach 10 km hatte Koch bereits knapp 20 Sekunden Vorsprung, doch
er lief ganz alleine und hatte noch ein hartes Stück Arbeit vor sich.
Am Ende bekam er Seitenstiche und büsste sehr viel Zeit auch,
er war kurz davor aufzugeben. Seine Marathonbestzeit von 2:15 Stunden
verfehlte er deutlich, was bei dem Wetter sicherlich keine Schande ist.
Meyer erging es nach einer Vorbereitung mit einigen Problemen nicht
viel anders. Wadenkrämpfe machten ihm zu schaffen, doch er biss sich
vorbildlich durch und erkämpfte sich Silber.
Der Pole Mierecko lief in der Vorbereitung übrigens
Wochenumfängen von bis zu 260 km, auch wenn es bei
seinen sehr schnellen Halbmarathonläufen ausgezahl hat, gab
im Rheinland lebende 2:14 Marathonläufer das Rennen auf.
Hinter diesen schnellen Athleten lauerten Florian Neuschwander,
Christian Seiler, Andreas Sterzinger, der mutig anlaufende
Marcel Bräutigam(23) den ich im Vorfeld nicht auf dem Zettel
hatte, ebenso Daniel Schmidt (25) der ähnlich mutig in das Rennen ging
und von mir nicht bedacht wurde. Schmidt, Neuschwander und
Bräutigam liefen auf eine Zeit von 2:20 Stunden an.
Das dieses hohe Ziel mit vielen Risiken verbunden war zeigte der
weitere Rennverlauf nicht nur bei diesen beiden jungen Athleten.
Am besten verkaufte sich hierbei Florian Neuschwander, der in
im März 2011 bereits einen Marathongesamtsieg beim Bienwald
Marathon in Kandel (2:28 Stunden) einfahren konnte.
Es gab aber auch bei diesen warmen Temperaturen AthletenInnen
die sich ihr Rennen perfekt einteilten und teilweise sogar eine schnellere
2. Hälfte liefen. Sie scheinen ihren Körper sehr gut zu kennen und
haben die Hitze gut verkraftet, bzw. einen besonderen Willen an den
Tag gelegt. Der von mir im Vorfeld genannte Andre´ Collet oder
der M55 Münsteraner Reinhard Schröder (2:55 Stunden!!!!)
der damit nicht einmal die M55 gewan...grosser Seniorensport!!!
Ebenso die erfahrene Läuferin Birgitt Bohn.
Nicht am Start war 2:20 Stunden Marathonläufer Richard Friedrich.
Die Gründe sind mir nicht bekannt. Ich wünsche ihm aber
an dieser Stelle gute Besserung (vermutl. verletzt?!) und seiner
Frau Marathon Europameisterin Ulrike Maisch ein Comeback!
Dietmar Bier verwirklichte seinen Doppelstart innerhalb
von 2 Wochen doch nicht und fehlte am Start.
Bis zur Halbmarathonmarke lief Koch seine Stiefel sehr konstant
runter. Er benötigte bis dahin 1:08:18 Stunden und führte mit 1:30 Minuten
Vorsprung vor Manuel Meyer der sich schon leicht von Dennis Pyka
absetzen konnte.
Florian Neuschwander , Christian Seiler, Daniel Schmidt und Marcel Bräutigam
bissen sich hinter Meyer fest und kämpften mit aller Kraft um eine Medaille.
Der von mir im Vorfeld genannte 2:22 Marathonläufer Christian König
ein Läufer der sich innherhalb 3 Jahren vom über 3 Stunden
Marathonläufer zum 2:22 Stunden Marathonläufer (Berlin 2010) hochgekämpft
hat bewältigte die ersten 21,1 km in 1:12 Stunden und hielt sich zurück.
Schon bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften konnte er
sein Niveau aus dem Vorjahr nicht bestätigen. Ich wünsche dem 23-jährigen,
aber schnelle mentale und körperliche Erholung damit er in den nächsten
Jahren die leistungsmässig leider stark nachlassende
deutsche Männer Marathonszene weiterhin auffrischt.
Der Silbermedaillengewinner des Vorjahres Bastian Krantz pasiserte
die Hälfte nach knapp 1:14 Stunden, aber kam nicht ins Ziel.
Langsam begann das Rennen hinter Stefan Koch spannend zu werden.
Titelverteidiger Pyka stieg bei km 36 aus. Er war im Arpil
bereits in der Schweiz einen Marathon in 2:25 Stunden gelaufen,
in Hamburg konnte der vollberufstätige seine Marathonbestzeit von
2:19:12 Stunden aber nicht attackieren und stand enttäuscht am
Streckenrand. Daniel Schmidt, Christian Seiler und Marcel Bräutigam
mussten ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen und wurden
deutlich langsamer. Manuel Meyer kämpfte sich mehr oder weniger
alleine durch das Feld und war sicherlich dankbar für die laute
Unterstützung des Hamburger Publikums.
Florian Neuschwander lief ein couragiertes Rennen und kam Manuel
Meyer näher und näher. Doch Meyer kämpfte so gut es ging und der zähe
Coesfelder liess sich die Silbermedaille auch nicht mehr nehmen.
Beide Läufer mussten auf der 2. Streckenhälfte leicht an Tempo einbüsen,
wobei Meyer ein wenig mehr verlor.
Stefan Koch erging es auch so. Er klagte über Seitenstiche und kämpfte sich
verbissen durch. Nach 2:20:39 Stunden erreichte er als Gesamt 8. und
neuer Deutscher Marathonmeister 2011 die Ziellinie. Er war nach diesem
Karftakt sichtlich geschafft. Für die 2. Hälfte benötigte er 1:12:11 Stunden.
Jan Fitschen bleib somit vorerst Deutschland schneller Marathonläufer
des Jahres 2011 (2:20:15) Stunden auch wenn Koch die 2. Hälfte knapp
1. Minute schneller lief als Fitschen in Düsseldorf bei ähnlichen Bedingungen.
Manuel Meyer sicherte sich in 2:23:50 Stunden die Silbermedaille der
Deutschen Marathonmeisterschaft, obwohl er knapp 4 Minuten über seiner
Bestzeit aus dem Herbst blieb, was teilweise natürlich an den Bedingungen
lag. Man muss ihm hoch anrechnen das er dennoch versuchte seine
Bestzeit zu toppen, dass war zwar sehr gewagt und kann nach hinten losgehen,
letztendlich hat er aber die Silbermedaille gewonnen und das sollte gewürdigt
werden! Für die erste 1. Hälfte benötigte er 1:09:39 Stunden und für die 2. Hälfte
1:14:11 Stunden, er klagte über Wadenkrämpfe und konnte sich nicht wirklich
über Silber freuen. Seine Leistung ist aufgrund seiner beruflichen und familären
Belastung sicherlich aussergwöhnlich!!!
Bronze sicherte sich Florian Neuschwander der nach 2:24:14 Stunden
euphorisch und überglück ins Ziel lief. Er breitete die Arme aus und liess sich
verdient feiern. Er lief die 2. Hälfte schneller als Manuel Meyer (1:10:34 und 1:12:37)
Der schnellste Deutsche Koch brauchte für die 2.Hälfte nur 26 Sekunden weniger.
Florian Neuschwander hat sich damit sehr stark präsentiert.
Beide Athleten sind 29 Jahre alt und werden sich in den nächsten Jahren
hoffentlich noch ein Stück steigern! Gratulation!
Hier sieht man die 3 schnellsten Deutschen bei der Siegerehrung:

Ob der 26-jährige Vollprofi Stefan Koch(ganz in rot) seinen Traum von Olympia
verwirklichen kann, muss man abwarten, aber es ist noch ein sehr sehr langer
Weg dorthin, seine Bestzeit aus dem Jahre 2008 (2:15:38 Stunden ) muss er im
Herbst oder Frühjahr 2012 deutlich unterbieten um sich seinen Olympischen
Traum zu erfüllen.
Auf Rang 4. und 5. kamen Holger Freundenberger und Andreas Sterzinger
die sich beide ihr Rennen sehr gut einteilten Florian Neuschwander aber zu
keiner Zeit von einem Podestplatz verdrängen konnten. Ich hatte sie im
Vorfeld des Rennens bereits erwähnt. Starke Leistung!
Der 6. Platzierte Seiler, immerhin ausgestattet mit einer Marathonbestzeit von
2:18 Stunden wurde noch mit der Silbermedaille seiner Altersklasse
belohnt. Er bekam auf der 2. Hälfte aber deutlich zu spüren wie lang ein
Marathon werden kann und musste sein Tempo reduzieren. Er lief nach
2:27 Stunden ins Ziel. Mit 27 Jahren kann man aber nur hoffen das er sich
in den nächsten Jahren noch steigert, doch dies muss die Zukunft zeigen und
ist ungewiss.
Andre´ Collet liefen und Philipp Nawrocki lief ein sehr solides Rennen
wurde in 2:27 und 2:28 Stunden wurden sie 7. und 8.
Collet gewann die M40 und lief die 2. Hälfte wie erwähnt, sogar schneller.
Er zündete zum Schluss noch den Turo und benötigte für die letzten 2,195 km
von allen Deutschen am wenigsten Zeit!!! 7:35 Minuten...(3:28 Min/km)
zum Vergleich der Deutsche Meister brauchte für diesen Abschnitt 8:08 Minuten...
Ich brauchte beim Münster Marathon 2009 für die letzten 2,195 km 8:28 Minuten...:

copyright@laufreport
Der 9. der Deutschen Meisterschaft Marcel Bräutigam(2:28:30 Stunden)
gewann Bronze in der Altersklasse M20 und benötigte für den Abschnitt 8:46 Minuten.
Er war damit langsamer als ich auf dem Foto oben, aber im Endeffekt natürlich 20:49
Minuten schneller als ich bei meiner Bestzeit (2.49:19 Stunden).
Ob ich jemals wieder in die Verfassung
von 2009 (2:49:19) und 2010 (2:50:52 bei Hitze) komme ist allerdings sehr fraglich!
Mit meiner Bestzeit wäre ich ohnehin nur 92. Deutscher
dieser Meisterschaft geworden und mit meiner Hitzebestzeit 102....
Also Gregor: Schön den Ball flach halten!!!!
Glücklicherweise gab es 2010 sehr viel Marathonläufe und ich habe den richtigen
erwischt so das ich mich über 3. in der Gesamtwertung beim Löningen Marathon
freuen konnte.
Daniel Schmidt und Marcel Bräutigam brachen gemeinsam ein und
und kamen nach 2:28 Stunden ins Ziel. Bräutigam kam letztendlich
21 Sekunden vor Schmidt zum erlösenden Zielstrich und gewann damit
die Bronzemedaille der Männerhauptklasse im Rahmen der
Deutschen Marathonmeisterschaft. Beide haben sich tapfer durchgekämpft
und eine Marathonzeit von unter 2:30 Stunden ist dem Wetter spitze!!! Seid stolz!
Ulrich Benz blieb als 11. Deutscher und Sieger der M35 in
2:29:43 Stunden auch noch unter die magischen 2:30 Stunden Marke und
lief den 2. schnellsten Schlussabschnitt aller Deutschen in 7:45 Minuten. Spitze!
13 weitere Läufer der Deutschen Meisterschaft blieben noch unter 2:35 Std.!
M40 Sieger: Andre´ Collet 2:27 Stunden (M. Diehl 2:35 Std. = 3. Marathonlauf 2011)
M45 Sieger: Dr. Harald Klein 2:34 Stunden
M50 Sieger: Dr. Huber, Winfried 2:40 Stunden (K-H. Köhler wurde 3. in 2:42 Std.)
M55 Sieger: Wislaw Slawinski 2:45 Stunden (S.Haas 2:50 Stunden)
M60 Sieger: Dormann, Manfred 2:55 Stunden!!!!
M65 Sieger: Thamm, Wolfgang 3:17 Stunden
M70 Sieger: Holsty, Friedrich 3:34 Stunden
M75 Sieger: Herden, Wolfang 5:00 Stunden
Der 1:08 Halbmarathonläufer Hämmerling stieg nach der
Halbmarathondistanz und 1:13:45 Stunden aus.
Marcus Biehl wurde in 2:32 Stunden 3. in der M40 knapp hinter (2:32 Böhme)
Frauen:
W40 Siegerin: Jakobs, Marion 2:52 Stunden (Geamtzweite!!!)
W45 Siegerin: Philippi, Ute 3:02 Stunden
W 50 Siegerin: Brenner, Elke 2:57 Stunden
W55 Siegerin: Muschler, Liane 3:17 Stunden
W60 Siegerin: Steinke, Hilde 4:04 Stunden
Gratulation an alle!!!
Das Damen Rennen war spannend, aber mir fehlt leider
die Zeit um dieses Rennen ausführlich zu analysieren.
Jana Hempelmann kam leider nicht ins Ziel. Sie
passierte die Halbmarthonmarke nach 1:25 Stunden.
Bis km 25 lag sie auf Platz 4 der Deutschen Meisterschaft mit Sichtkontakt
zu Rang 2 und 3. doch bei km 28 ging plötzlich nichts mehr und sie stieg leider aus.
Die von mir hoch eingeschätze Carina Schipp brach fürchertlich
ein und kam nach 3:10 Stunden ins Ziel, doch so erging es
nicht nur ihr. Ich ziehe von allen Athleten den Hut die sich diesen
Bedingungen gestellt haben und sogar ins Ziel gekommen sind.
Für diejenigen die einbrachen oder ausgestiegen sind etwas zum Trost:
Selbst 3. Elitedamen brachen ein und benötigten für die
2. Hälfte über 10 Minuten mehr als für die 1.
2. Kenianer mit 2:07 Marathnbestzeiten stiegen sogar aus.
Roders Rop(2002 New York und Boston Sieger)
und Wilfred Kigen (Hamburg Sieger 2010) heissen die beiden.
Sie haben beide bereits eine lange Marathonkarriere hinter sich.
Alle Ergebnisse inkl. Zwischenzeiten findet ihr hier:
http://hamburg.r.mikatiming.de/2011/
Das Rennen an der Spitze:
Das Männerrennen gewann der 30-jährige Äthiopier Gudisa, Shentema Kudama
in 2:11:03 Stunden und sicherte sich damit 20.000 € Siegprämie. Für eine
Zeit von unter 2:06:30 Stunden (20 km/h!!!) wären weitere 20.000 € fällig gewesen,
doch das war an diesem Tag bei dem Wetter nahezu unmöglich.
Auf Platz 2 und 3. kamen Kipsang(33)und Maiyo(22) die nur
einige Sekunden nach ihm in ebenfalls 2:11 er Zeiten ins Ziel kamen.
Der 4. Platzierte lief auch noch eine Marathonzeit von 2:11 Stunden.
Man stelle sich das mal vor. Er hätte nur 1 Sekunde pro Kilometer schnellen
laufen müssen um das Rennen zu gewinnen. So nah liegen Freud und Leid
beieinander. Ich denke aber das er froh ist überhaupt in Deutschland Geld
verdienen zu dürfen, denn davon träumen in seiner Heimat unzählige Menschen.
Das zeigt einmal mehr das Marathonläufe durchaus spannend sein können.
Bei den Damen gewann die erst 19-jährige Äthioperin
Fatumo Dergo in 2:28 Stunden bei ihrem Marathondebüt!!! 20.000 € was
in Äthiopien ebenso wie in Kenia ein Vermögen ist.
So freute sich sichtlich und küsste nach dem Zieleinlauf den Boden.
2. wurde eine erst 18 jährign Äthiopierin 2:32 Stunden, die 3.
Platzierte Kenianerin Joyce Kandie war ebenfalls erst 19. und lief 2:33 Stunden!
Platz 4 und 5 gingen an Spanien und Russland wo 2. jungen
Damen 22 und 23 Jahre in 2:36 und 2:38 Stunden glänzten.
Es ist wirklich erstaunlich zu welchen Leistungen diese jungen Damen
schon fähig sind. Man kann nur hoffen das sie nicht frühzeitig
verheizt werden. Rose Kosgei wurde 6. in 2:39 Stunden. Sie brach fürchterlich ein.
Hier habe ich mich mit meinen Vorhersagen mächtig verschätzt, die jungen
Afrikanerinnen habe ich nicht auf dem Zettel gehabt.
Hellen Kumutai wurde in 2:48 Stunden 10. und brach sehr stark ein,
nachdem sie die 1. Hälfte in 1:18 Stunden lief, benötigte sie für
die 2. Hälfte über 1:29 Stunden.
Zur Erklärung: Viele KenianerInnen sind gezwungen die 1. Hälfte sehr schnell
zu laufen und volles Risiko zu gehen, weil es vorkommt das die
Manager ihnen nur 1. oder 2. in Chancen in Europa geben. Sollten sie nicht
glänzen bekommen sie oft keine weitere Möglichkeit sich hier zu beweisen.
So kommt es vor das sie sich übernehmen und total einbrechen, aber mit letzter
Kraft ins Ziel laufen um wenigstens noch ein paar hundert € zu erhalten.
Wieviel sie letztendlich davon behalten dürften weis ich nicht.
Eine Ausnahme bildet dieses soziale Team, dass die Athleten auch im
Falle einer Entäuschung weiter fördert:
www.run2gether.com
Ich denke mit Schrecken an die 7. Platzierte Kenianerin des Münster
Marathons 2010 zurück. Gladys ging leer aus. Sie lief kurz vor mir.
Das Laufgeschäft ist in der Beziehung leider oft hart und gnadenlos. Wir sind
hier nicht beim Profifussball wo langjährige Millionenverträge bestenfalls eine
sorglose Zukunft sichern, auch wenn man nur auf der Bank sitzt. Vorausgesetzt
man verprasst nicht alles. Natürlich gibt es auch 4. oder 5 klassige Fussballer
die mit 1000-2000 € netto im Monat einige Jahre voll auf die Karte Fussball
gesetzt haben und letztendlich kein luxuriöses Leben führen.
Beim Münster Marathon 2009 überholte ich die Kenianerin Lilian Koch
die 3. wurde und sich riesig freute. 2011 gewann sie den Bratislava Marathon.
Mehr solcher Geschichten unter: Marathon von A bis Z.
Hier in Deutschland gibt es notfalls Grundsicherung Hartz IV in Kenia gibt
es kein monatlichen Zahlungen in 3stelliger Höhe vom Staat....
daher geben diese Läufer ihr letztes Hemd bei einem Marathonlauf.
Es ist ihre grosse Chancen auf ein besseres Leben.
Erholt euch gut!
Bis bald
euer Gregor
Deutsche Marathonmeisterschaft am 22. Mai in Hamburg
Ein Vorbericht und die Vorstellung meiner Favoriten
Absage der Titelverteiderin - Fernbleiben der Deutschen "Marathonstars"
Münsteranerin Hempelmann mit Medaillenchance - schnelle Seniorensportler
Am Sonntag findet im Rahmen des Hamburg Marathons die Deutsche
Marathomeisterschaft statt und die besten Deutschen MarathonläuferInnen fehlen.
Von den schnellsten 8 Läuferinnen des Jahres 2010 ist keine am Start!
Die Titelverteidigerin Pichlmaier(2:35 Stunden) sagte verletzungsbedingt ab
und die noch schnelleren Läuferinnen: Mikitenko, Mockenhaupt, Kraus,
Hahn oder Maisch sind aus unterschiedlichen Gründen nicht am Start.
2:39 Marathonläuferin Optekamp läuft in Kassel einen Halbmarathon.
Somit sind die 2-4. Platzierten der letztjährigen Deutschen Marathonmeisterschaft
und einige weitere Läuferinnen Kandidatinnen auf die Medaillen, auch wenn die
Damen bisher eher unbekannt sind. Sie haben die vielleicht einmalige Chance
"relativ leicht" Deutsche Marathonmeisterin zu werden:
Birgitt Bohn (2:42 Stunden) Jahrgang 1971 Marathonbestzeit aus 2008
Dorothea Frey (2:48) Jahrgang 1973
Fakja Hofmann(2:48) Jahrgang 1980 Zeit stammt aus 2010
Steffi Volke(2:51) Jahrgang 1976 www.personal-training-volke.de
Carina Schipp (2:51) www.carina-schipp.de Jahrgang 1981
Kerstin Steg (2:50) Jahrgang 1969 erzielte 2011 ihre Marathonbestzeit
Bianca Meyer (2:54) und
Kerstin Straub Jahrgang 1988 (H.-marathon 1:20 Std.).
dürfte zusammen mit der Münsteranerin Jana Hempelmann (2:54 Stunden Foto )
Altersklasse W30

die ersten Plätze unter sich ausmachen. Die junge Athletin Julia Weniger
Jahrgang 1989 ist auch im Rennen und kann für eine Sensation sorgen.
Sie lief vor kurzem einen Halbmarathon in 1:22 Stunden.
Ihr Vater lief in den 80er Jahren eine Marathonzeit von 2:12 Stunden!!!
Natürlich hat auch eine von mir noch nicht erwähnte Athletin die Chance
in die Medaillenvergabe einzugreifen.
Den Gesamtsieg wird vermutlich eine Schwarzafrikanerin erringen. Den letzten
Deutschen Damensieg gab es in Hamburg im Jahr 2002 durch Sonja Oberem,
die als "ambitionierte Hobbyläuferin" vor 2 Wochen 2:52 Stunden beim Düsseldorf
Marathon benötigte. Dahinter haben die Deutschen Damen Chancen auf
die Plätze 3-5 in der Gesamtwertung, weil im Vergleich zum Frankfurt oder
Berlin Marathon die Anzahl an Afriakerinnen oder laufstarken Osteuropäerinnen
aus finanziellen Gründen sehr gering ist.
Die Favoritin ist am Sonntag die Kenianerin Rose Kosgei, die im Herbst 2010
beim Toronto Marathon nach 2:30 Stunden ins Ziel kam. Diese Zeiten könnten
Deutsche Spitzenläuferinnen auch anbieten, falls sie am Start wären, doch das
ist leider nicht der Fall. Unter den Eliteläuferinnen befindet sich auch eine Norwegerin
namens Öystein, die aber bisher laut wikipedia noch keinen Marathon gelaufen ist.
Nachmeldungen sind bis Samstag 18 Uhr noch möglich!
Männerrennen
6 der 10 schnellsten männlichen Marathononläufer
des Jahres 2010 stehen am Start.
In der Gesamtwertung werden 3 Schwarzafrikaner mit Bestzeiten
von 2:07 Stunden den Sieg vermutlich unter sich ausmachen.
Ein weiterer ist mit einer Bestzeit von 2:11 Stunden im Rennen.
Roders Rop gewann immerhin schon den New York und Boston Marathon
Wilfried Kigen siegte 3mal beim Frankfurt Marathon und beide gewannen
auch schon in Hamburg die 42,195 km lange Königsdistanz.
Der letzte Deutsche Männersieg stammt aus dem Jahre 1991 (Jörg Peter)
1999 wurde Carsten Eich in 2:10:22 Stunden Gesamtzweiter. Seit dem
ist in Sachen einheimische Spitzenmarathonläufer oft Ebbe an der Altster...
Im Jahr 2008 wurde Cierpinski 22. in 2:15:48 Stunden. (Achtungserfolg)
Hier die Deutschen Männer im Rennen:
Der Titelverteidiger Dennis Pyka (2:19) wird mit Stefan Koch (2:15 Stunden)
welcher 2010 keinen Marathon finishte einen scharfen Konkurrenten haben, dieser
lief im April 2mal eine Halbmarathonzeit von 1:04 Stunden.

copyright@Wilhelmi Steffi Volke, Dennis Pyka und Fakja Hofmann
(LG Telis Finanz Regenburg) bei den Deutschen Meisterschaften 2010
Manuel Meyer lief 2010 noch schneller als Pyka und glänzte in Essen
mit einer Zeit von 2:19:59 Stunden. Richard Friedrich (2:20 Stunden)
und Christian Seiler (2:18 Stunden) dürften auch eine Rolle spielen,
wobei Seiler 2010 keine Topmarathonzeit erzielte.
Der Deutsche Marathonmeister des Jahres 2007 Philipp Ratz (damals Büttner)
steht meiner einer Bestzeit von 2:20 Stunden am Start. Er lief diese
oder eine schnellere Zeit aber schon seit 4 Jahren nicht mehr und blieb
vor 5 Wochen bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften in 1:17 Stunden
unter seinen Möglichkeiten...Es ist schön das er dem Sport trotzdem treu bleibt!
Der gebürtige Pole Maciek Mierecko lief im Jahr 2006 eine Marathonzeit
von 2:14 Stunden und hat sich nach einer Halbmarathonzeit von 1:05 im
April viel vorgenommen, ob er letztendlich auch Deutscher Meister werden
darf weis ich nicht genau.
Dahinter werden Christian König (2:22) Florian Neuschwander (2:23)
Oleg Rantzow (2:24) und einige weitere Läufer mit Bestzeiten von
2:25-2:27 Stunden sicherlich um eine Top 10 Platzierung kämpfen.
Im Vorjahr gewann Bastian Krantz in 2:28 Stunden die Silbermedaille,
er hat eine Bestzeit von 2:27 Stunden, doch er muss sich in diesem Jahr
schnellerer Konkurrenz als im Vorjahr stellen. Ich drücke ihm dennoch alle
Daumen! Der Ex-Fussballer wog auch mal 20 kg mehr als momentan!
An dieser Stelle wünsche ich auch Peter Seifert gute Besserung !
Der Thüringer Student(28) lief 2009 mit einer Zeit von 2:23 Stunden
zur Silbermedaille bei den Deutschen Marathonmeisterschaften.
In diesem Frühjahr stellte er einen Deutschen 50km Rekord auf, aber
erlitten im Trainingslager einen schweren Trainingsunfall und ist
in der Rehabilitationphase.
Stefan Koch ist der einzige Vollprofi unter den Deutschen Teilnehmern
und träumt von Olympia 2012. Die anderen Deutschen Profis:
Beckmann, Fitschen, Cierpinski oder Pollmächer konzentrieren sich auf
andere Läufe, wo sie mit teilweise durchwachsenem Erfolg oder Ausstiegen
kein gutes Bild abgaben. Andre´ Pollmächer war da die Ausnahme. Er lief
allerdings maximal "nur" Halbmarathonläufe, weil er nach einem Comeback
noch in der Aufbauphase ist und man sich im Frühjahr sowieso noch nicht
für Olympia 2012 qualifizieren konnte, was Pollmächers Ziel ist.
Der schnelle Student Tobias Sauter (2:17) ist nach einer Verletzung
noch in der Aufbauphase und musste 2010 einige Nackenschläge
und 3. Ausstiege verkraften. Man kann nur hoffen das er an seine Bestzeit
aus dem Jahr 2009 anknüpft oder noch eine Steigerung vollzieht.
Einen Bandscheibenvorfall, einen Sehnenabriss und Knieprobleme
machten ihm seit 2009 stark zu schaffen. Er fing als 17-jähriger
3:16 Marathonläufer an und war 2009 der 4 schnellste Deutsche Marathonläufer!
2009 kämpfte er sich mit Bandscheibenvorfall bei der Weltmeisterschaft
als 66. nach 2:35 Stunden ins Ziel!
Seniorenmeisterschaft

copyright@ gregor schlüter
Deutsche Marathonmeisterschaft 2010: Ehrung der Altersklassensieger
der 2. von links ist M70 Rekordler Walter Koch (3:03 Std.) Ich war selbst vor Ort.
Bei den SeniorenInnen wird es auch spannend und dort werden
erstaunliche Marathonleistungen vollbracht von denen ich nur träumen
kann. Auf persönlichen Wunsch werde ich hier auch einige Athleten
vorstellen, wobei ich sicherlich einige Läufer vergessen habe, die
mir nicht bekannt sind. Ich hoffe niemand fühlt sich dadurch benachteiligt
oder nimmt es mir übel.
Es sind einige Athleten im Alter von 40 Jahren oder älter im Rennen die
Halbmarathonzeiten von 1:10 Stunden und schneller sowie Marathonzeiten
von unter 2:30 Stunden laufen können, obwohl sie vollberufstätig sind:
Jan-Oliver Hämmerling lief im April eine Halbmarathonzeit von 1:08 Stunden
und im letzten Jahr eine Marathonzeit von 2:30 Stunden.
Andre´ Collet der 100 km Spezialist glänzte in 1:10 Stunden und lief im
Vorjahr in Mainz 2:28 Stunden als 4. der Deutschen Meisterschaft ins Ziel.
Mein Freund der nimmersatte Vielstarter Marco Diehl... (siehe Foto)

Hier in der roten Trainingsjacke rechts neben mir als Sieger des
Löningen Marathons 2010 ich wurde 3. der Gesamtwertung
...ist auch im Rennen und hat im vergangen Jahr als M40er eine Zeit von
2:28 Stunden erzielt. In diesem Jahr ist er bereits 2. Marathons in 2:39 und
2:35 Stunden gelaufen und gewann 2009 eine DM Goldmedaille im Marathon
der M40. www.diehl-marco.de Über 95 Marathonläufe seit 2003 auf hohem Niveau!
Zudem sollte man Dietmar Bier auf dem Zettel haben der in 2010
in Mainz 2:30:15 Stunden lief, aber vor 2 Wochen bereits erneut in
Mainz am Start war, wo er bei warmen Temperaturen 2:31 Stunden lief
und dabei sogar einen Kenianer hinter sich liess, was Diehl auch oft gelingt!
Für mich sind diese Läufer und viele mehr moderne Helden, die einen
erstaunliches und ein vorbildliches Durchaltervermögen an den Tag legen.
Man sollte sich vor Augen führen das sie trotz 40-50 Stunden Arbeitswoche
42,195 km mit sagenhaften 17 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit laufen
und das teilweise bis zu 12 mal im Jahr (Marco Diehl).
Ein Doppelstart innerhalb von 2 Wochen kann gut gehen, was
ich aus eigener Erfahrung weis (2009 im Juni 2:57 in Löningen(heiss)
2. Wochen später 2:52 Stunden Bremerhaven jeweils Bestzeit)
wobei ich beim 2. Marathon die 2. Hälfte 33 Sekunden schneller
lief als die 1. Diese Zeiten waren im Rahmen meiner Möglichkeiten.
(Halbmarthonbestzeit stand damals bei "nur" 1:22:37 Stunden,
mittlerweile 1:20:16 Stunden)
Mir gelang 9 Wochen meine jetztige Bestzeit von 2:49:19 (Münster).
2010 kam ich nicht über 2:50 Stunden (Hitze) hinaus.
Ich empfehle niemandem diese Extreme, glücklicherweise
habe ich es ohne bleibende Schäden überstanden.
Thomas Bartholome ist an einem sehr guten Tag auch in der Lage
eine Zeit von 2:30 Stunden oder schneller zu laufen. Im letzten Jahr
reichte es war nicht ganz dazu, aber im Jahr 2009 lief er in Amsterdam
noch eine Zeit von 2:26 Stunden, mit der man 2010 Deutscher
Marathonvizemeister der Gesamtwertung geworden wäre.
Marcus Biehl der 2fache Hermannslaufsieger
lief beim Minden Marathon 2005 in 2:26 Stunden
einen Streckenrekord und ist somit in der M40
auch aussichtsreich am Start. Danke für die Ergänzung Berni!
In der M45 steht der Titelverteidiger Dr. Mathias Koch bisher nicht auf der
Teilnehmerliste, Thomas Dehaut wurde hier im Vorjahr
Bronzemedaillengewinner in 2:35 Stunden und ist wieder am Start,
ebenso Rüdiger Rall (2:35 Stunden).
In der M50 ist Karl-Heinz Köhler vermutlich Favorit. Er wurde im April 1:13 !!!
Stunden Deutscher Meister über die Halbmarathondistanz und
kann an einem guten Tag unter 2.34 Stunden ins Ziel kommen.
Beeindruckend!!!!
In der M55 ist Siegfried Haas als Deutscher Halbmarathonmeister 2011
mit einer Zeit von 1:17 Stunden der Favorit und wenn es sehr gut läuft
bleibt er unter 2:40 Stunden. Spitze!
In der M60 ist Manfred Dormann 2. der Deutschen
Halbmarthonmeisterschaft 2011 in Abweseneheit von
Winfried Schmidt und Engels dem Vorjahressieger der Favorit.
Dormann lief vor kurzem 1:19 Stunden über die Halbmarathondistanz
und kann womöglich 2:50 Stunden bleiben. Bemerkenswert!
In den Alterklassen M45-70 gibt es zudem noch weitere Athleten die in
den Jahren 2009 und 2010 bei Deutschen Marathonmeisterschaften
Medaillen gewonnen haben und mit erstaunlichen Marathonleistungen
für Begeisterung am Streckenrand und in ihren eigenen Gesichtern sorgten.
In der M65 und M70 werden auch noch Marathonleistungen von kapp
über 3 Stunden gelaufen, was sicherlich eine noch höher zu
bewertende Leistung ist. Im Vorjahr lief Walter Koch einen
M70 Rekord von 3:03 Stunden!!! Er steht bisher nicht in der Teilnehmerliste.
Sein Bruder der oben erwähnte Dr. Koch lief im Vorjahr in 2:32 Stunden zum
M45 Meistertitel und fehlt auch. Hier sind mir die Favoriten momentan nicht bekannt.

copyright@wilhelmi
Der älteste Teilnehmer ist über 80 Jahre alt.
Die älteste Teilnehmerin auch über 70 Jahre. Das sind Leistungen!
Horst Preisler der Läufer mit den weltweit meristen gefinishten Marathon
über 1500!!! ist natürlich in seiner Heimat auch wieder dabei. Er ist Jahrgang 1935...
Ich freue mich auf einen spannenden Marathon am Sonntagvormittag.
Alle AthletenInnen werden sicherlich bis in die Fussspitzen motiviert
sein und das Hamburger Pflaster zum kochen bringen.
Das Rennen wird am Sonntag ab 08:45 Uhr auf NDR live übertragen.
Die Altersklassensportler werden aber meistens leider nicht gezeigt.
Viel Erfolg und bleibt gesund!
Schöne Grüsse
Gregor
p.S.: Ich werde wohl erst im Herbst wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen?!
und habe momentan 6-7 kg Speck mehr auf den Rippen als zu meiner
"Glanzzeit" im Juni 2010. Das innerliche Feuer brennt nicht so sehr wie in den
Jahren 2007 bis 2010 aber meine Knieverletzung ist auskuriert. Mit 26 Jahren
liegen glücklicherweise noch ein paar gute Jahre vor mir. Mehr zum Stand der
Dinge und anderen Projekten ganz unten auf der Seite im Aritkel:
"Genusssportler"
16. Mai 2011
Tod des Marathon-Olympiasiegers von 2008 Samuel Wanjiru


Am gestrigen Sonntag ist der 24-jährige Kenianer Samuel Wanjiru (Foto oben)
von Balkon seines Hauses gesprungen und erlag den inneren Verletzungen.
Dieser Tragödie war ein Ehestreit vorausgegangen. Seine Ehefrau mit der er
2 Kinder hat kam nach Hause und erwischte den Marathon-Olympiasieger mit einer
fremden Frau. Daraufhin schloss Sie das Schlafzimmer von aussen ab.
Wanjiru sprang über den Balkon 6 m in die Tiefe und starb. Ob es letztendlich
Selbstmord war oder er nur seiner Ehefrau hinterherlaufen wollte bleibt ungeklärt.
Bereits im Dezmber hatte er für negative Schlagzeilen gesorgt, als er angetrunken
seine Ehefrau und seinen Wachmann mit einer Waffe bedrohte. Das hatte zur Folge,
dass er eine Nacht im Gefängnis verbrachte, nur gegen Zahlung einer Kaution kam
er wieder auf freien Fuss. Seine Ehefrau und der Wachmann zogen später eine
Klage gegen ihn zurück, doch am kommenden Montag sollte er sich wegen
illegalen Waffenbesitzes vor Gericht verantworten.
Nach seinem Olympiasieg im Jahre 2008 bei dem er in der Hitze von Peking eine
Zeit von von 2:06:32 Stunden lief und mich vorm Fernseher begeisterte, änderte
sich sein Leben. Er und seine er Eltern wurden überfallen, als Schlussfolgerung
daraus legte er sich eine Waffe zu.
Laut Trainer Claudio Berardelli war Samuel Wanjiru nach dem
Olympiasieg „eine ganz andere Person“.
Ex-Coach Robert Kioni behauptet: „Er trank exzessiv, hatte Affären mit Frauen,
umgab sich mit den falschen Leuten.“
Laut Kenias Leichtathletik- Boss David Okeyo sollte Wanjiru Ende des Monats
sogar zu einer Therapie außer Landes gebracht werden.
Marathon-Weltrekordler Haile Gebrselassie (Äthiopien) trauert: „Ich bin total schockiert. Man
fragt sich, ob wir als Leichtathletik-Familie die Tragödie hätten verhindern können.“
Auch der kenianische Ex-Marathonweltrekordler Paul Teragt zeigte sich schwer geschockt.
Der kenianische Laufmillionär galt als sehr gebildet und konnte fliessend Japanisch,
Englisch und natürlich die kenianische Sprache Suaheli. Im Alter von 16 Jahren
erhielt Wanjiru ein Stipendium was dazu führte das er jahrelang in Japan wohnte
und trainierte. Einige Jahre später zog er zurück nach Kenia, wo die
Trainingsbedingungen besser sind und er sehr starke Trainingspartner hatte.
Bereits im Alter von 15 Jahren lief er einen Junionenweltrekord,
indem er die 10 000m in knapp über 28 Minuten zurücklegte.
Mit 18 Jahren steigerte er diesen Rekord auf 26:41 Minuten und im gleichen
Jahr gelang ihm der Halbmarathonweltrekord den er Haile Gebrselassie entriss,
doch dieser holte ihn sich zurück. Wanjiru konterte und steigerte diesen Rekord auf
58:33 Minuten (aktuell ist Zersenay Tadese aus Eritrea mit 58:23 Minuten Weltrekordhalter).
Wanjiru lief in seiner Karriere 7 Marathons:
|
1.
|
Fukuoka
|
2:06:39
|
02.12.2007
|
|
2.
|
London
|
2:05:24
|
13.04.2008
|
|
1.
|
Peking OS
|
2:06:32
|
24.08.2008
|
|
1.
|
London
|
2:05:10
|
26.04.2009
|
|
1.
|
Chicago
|
2:05:41
|
11.10.2009
|
| |
London
|
DNF
|
25.04.2010
|
|
1.
|
Chicago
|
2:06:24
|
10.10.2010
|
Er gewann 2009 und 2010 die Marathon-Majors Wertung, wofür Samuel Wanjiru
jeweils 500.000 US Dollar erhielt. Siegprämien, Zeitprämien, Streckenrekordprämien,
Antrittsprämien und Sponsoreneinnahmen kamen noch hinzu, wodurch er sehr früh
zum Millionär wurde.
Derartige Verdienste sind in der Langstreckenszene sehr selten und viele Athleten,
halten in der Hoffnung auf 300-2000 € die Knochen hin und werden nach Verletzungen
fallen gelassen. Mehr dazu unter : Geld im Laufsport unter Marathon von A bis Z.
Der Traum vom Marathonweltrekord (2:03:59 Stunden Gebrselassie)
blieb für den jungen Athleten unerfüllt. Er hinterlässt 2 Kinder, eine Ehefrau
und die schockierte Langstreckenszene.
Ruhe in Frieden !
Was Positives:
Damit es auch noch eine postive Nachricht gibt hier mal was zum lachen:
Der deutsche Marathon-Olympiasieger Waldemar Cierpinski (1976 und 1980)
hat barfuss 2 Einbrecher verscheucht. Die Pantoffeln wollte er bei der Jagd
nicht anlassen, denn diese schenkte ihm seine Ehefrau und wenn er die verloren
hätte wäre der Ärger gross gewesen, so der mittlerweile 60 jährige. Er läuft immer
noch und trainiert seinen hoffnungsvollen Sohn Falk Cierpinski, der eine
Marathonbestzeit 2:13:30 Stunden vorweisen kann.
Drücken wir ihm die Dauem das er sich noch weiter steigert!
15. Mai 2011
Gebrselassie gewinnt 10 km Lauf - Deutscher Doppelsieg
und Erfolgskarrieren von spätberufenen MarathonläuferInnen

Marathonstar Haile Gebrselassie gewinnt mit 38 Jahren
zum 4. mal den Great Manchester Run (28:10 Min)
2. wird der Brite Chris Thompson in 28:21 Minuten.
Es liefen ingesamt 38.000 LäuferInnen bei diesem Event mit.
Kühle Temperaturen und Gegenwind verhinderten eine schnellere Zeit
der äthiopischen Lauflegende.
Bei den Damen triumphierte die 37-jährige Britin Helen Clitheroe in 31:45 Minuten,
vor der 36- jährigen französischen Marathonläuferin Christelle Daunay
(31:58 Min). Die Französin war bereits 3. beim New York Marathon 2009
und finishte 2010 als 6. Platzierte(2:29 Std.)
Sie hat eine Marathonbestzeit von sehr guten 2:24:22 Stunden!
Daunay begann erst mit 26 Jahren mit dem Leistungssport und war vorher
Gelegentheitsläuferin. Profiläuferin wurde Sie 2006 mit über 30 Jahren!
Quelle: www.wikipedia.de
Die deutssche Weltklasseathletin Irina Mikitenko (38)
(London und Berlin und Marathonsiegerin) kasachischer Abstammung
gewann den Berliner Frauenlauf und lief bereits im April beim
London Marathon eine Zeit von 2:24 Stunden.
Unter Marathon von A bis Z findet ihre beeindruckende Karrieren
von Spätberufenen.
Deutsche Erfolge im Stabhochsprung
Silke Spiegelburg (4,55m) und Carolin Hingst (4,50m) gelingt beim
Meeting in Shanghai ein Deutscher Doppelsieg im Stabhochsprung.
Bei den Männer gewann Malte Mohr, Anfang Mai mit 5,81 m den
Stabhochsprungwettbewerb in Doha.
Guten Start in die Woche
euer Gregor
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