Sportliche Erlebnisse
Ich bin seiten vielen Jahren (1989) Wettkampfsportler (anfänglich Fussball)
und nehme seit dem Jahre 2006 regelmässig an Laufveranstaltungen teil,
im 2005 gab es einen 1. kurzen Versuch (1. Wettkampf 280 von 312 und 2 weitere)
im Laufsport (u.a. 1 Triathlon für meinen damaligen Arbeitgeber eine Privatbank)

In der Zeit erlebt man eine Menge, vorausgesetzt man geht mit offenen Augen
und Ohren durch die Welt und spricht Menschen an, was ich meist versuche.
Es gehört auch ein wenig  Courage dazu Menschen aller Nationalitäten,
Altersklassen und Berufsgruppen einfach mehr oder weniger von der
Seite anzuquatschen. Zeichensprache,  Englisch oder
(aufmalen und zeichnen) hilft in Situationen wo man auf andere
fremde Kulturen trifft auch weiter. Traut euch! Es erweitert euren Horizont.

Ich möchte an dieser Stelle einfach mal ein paar Anekdoten zum besten geben,
sowohl schöne, lustige Erlebnisse als auch prägendende Begegnungen die mich
nachdeklich stimmten. Ich kann natürlich nicht alle wirklich erlebten Geschichten
hier publizieren, weil meine Zeit auch ein wenig begrenzt ist.




Das harte Leben der 2. klassigen ProfiläuferInnen
und mein "Luxusleben"






Was für ein "Luxusleben" ich führe wurde mir am Wochende
(26. Juni 2010)  mal wieder sehr bewusst. Ich neige dazu mich als
"tollen Marathonläufer" hinzustellen, wobei das alles relativ (siehe
eigene Rubrik) ist und es viele schnellere Läufer gibt, nur meine Umsetzung
von der Halbmarathon-auf die Marathonleistung ist überdurchschnittlich gut
und ich zähle nur zu den besten 0,75% aller Deutschen Marathonläuter.
Nicht mehr und nicht weniger! Es geht um den Weg.

Das wurde ich aber auch erst im Laufe der Jahre.
Im Vergleich zu dem was mir  die osteuropäischen  ProfiläuerInnen am
Wochenede in Löningen erzählt  haben bin ich "verwöhnt". Es war wirklich
zufiefst beeindruckend und hat mich nachdenklich gestimmt. Erkenntnis:
Ich jammer zuviel!
Elena Bolkhovitina(Geburtsname Maseeva) Russland

 
Marathonbestzeit 2:46 (mehrmals)

http://marathoninfo.free.fr/athletes/bolkhovitina.htm

und Alexsandar Andonov (Bulgarien Bestzeit 2:18 Stunden)
diese beiden osteuropäischen AthletenInnen haben meine Hochachtung verdient 


 
Natürlich haben auch alle anderen TeilnehmerInnenm, die bei diesem
sehr anstrengenden Hitzemarathon an den Start gingen
und womöglich finishten, meine Hochachtung verdient!!!

Es war der brutalste Marathonlauf meines Lebens und ich bin mittlerweile 14 Stück
gelaufen! (2007-2010) Die Hitze von anfänglich 26 Grad (im Schatten) wir liefen
grosse Teile in der Sonne...war " sehr gefährlich"

Ich kann Jeden verstehen, der dort ausstieg anstatt zu kollabieren!
In der Einsamkeit des Hasetals spielt man schlimmestenfalls mit seinem Leben!

Der menschliche männliche Magen kann max. 0,8 Liter pro Stunde
vearbeiten. ich schwitze bei 69 kg Wettkampfgewicht
und 26 Grad im Schatten aber ca, 2,5 Liter pro Stunde aus.
Bei 2:50 Std. Laufzeit liegt auf der Hand das man schon vorm Rennen
dementsprechend viel trinken sollte (mit Mineralstoffen) aber ein
leichtgewichtiger Läufer eine leichtgewichtige Läuferin 45-60 kg sind
hier ganz klar im Vorteil, weil sie weniger schwitzen, ok deren Magen
kann natürlich auch nicht diese grossen Mengen aufnehmen, aber Frauen
schneiden bei Hitzerennen im Vergleich zu Männern im besser ab!!!




Mental müde...was bitte  sind unsere Fussballnationalspieler? Mental müde!
Ich kriege das k***! 360.000 € für (inkl. Marketingeinnahmen)
für Platz 3 Tim Wiese der nicht eingesetzte Towart kann aus dem
lachen vermutlich nicht mehr raus. Er kassierte auch diese Summe.
Plus sein Millionengehalt...(klar jeder kann es versuchen) aber
diese Profisportler leben in einer Scheinwelt und jammern wenn
sie 2mal am Tag trainieren müssen. Lächerlich!!!

Natürlich haben sie enorm viel Druck, aber das haben viele
andere Menschen auch und zwar jeden Tag!

Ein Lehrer in Bulgarien verdient 300 € pro Monat erzählte mir Alex,
als wir unter einem schattigen Baum über Gott und die Welt
philosophierten. Der Osteuropäer konnte ein wenig Englisch.

Andonov ist mittlerweile 38 und die beste Zeit seiner Karriere
scheint vorbei zu sein, andere Langstreckenläufer eleben dort
gerade ihren Höhepunkt. Er erzählte mir das er nach seiner Laufbahn
wieder als Lehrer arbeiten. möchte. Seine Marathonbestzeit steht bei 2:18 Stunden.

Elena arbeitet während ihrer Verlezungszeit als Trainerin und ist 2 fache Mutter.
Ihr Mann war ein sehr guter Marathonläufer der auch schon oft in
Deutschland aktiv war. Er gewann zum Beispiel den Mainz Marathon 2004.

Sie sind in der Hoffnung auf das "grosse Geld" gekommen.
Im Optimalfall 4-5 Monatslöhne  für weniger als 3 Stunden laufen/kämpfen.
Garantiert bekamen sie nicht einen Cent. Keine Antrittsgage o.Ä.
Keine Übernachtung.

Sie wurden beide "nur" 2. und mussten...enttäuscht und ausgegbrannt die
studenlange Rückreise antreten. Ich hoffe sie sind gesund zurückgekmmen.
Die Motivation der Wille und der Mut dieser Menschen ist unglaublich.
Die ernähren damit teilweise ihre Familie. Wobei ich den Mut
von Elena deutlich höher bewerte. Sie ist eine Frau.
Ich fühlte mich verpflichtet der sehr dankbaren Russin eine kostenlose
Übernachtmöglichkeit zu bieten.  Inkl. Frühstück.
Die 2fache Mutter schlief im frisch bezogenen Bett und ich auf der Couch!
Wobei ich Elena erst davon überzeugen musste das sie diesen "Luxus" mehr
verdient  hat als ich.

Wer mir nicht glaubt kann meinen Nachbar Hans-Jürgen Thran
fragen,  der hat sie gesehen.

Ich führe ein priviligiertes Leben, natürlich habe ich ihr kein
Geld abgenommen, für die paar km Autofahrt
(danke Papa das du mir dein Auto geliehen hast) und das Frühstück.

Das ist Mindeste was ich für Sie tun kann.
Sie wollte keine Butter, sie wollte kein
Nutella nur ein wenig Tee mit Zucker (immerhin) und Vollkornbrot mit Käse
sowie einen Kaffee und auch den Saft genoss sie sehr.
Sie schlief sehr unruhig und war nach 1 Stunde wach...ich nämlich auch.
Mit russischer Musik konnte ich ihre Laune ein wenig aufheitern. 
Ihre Marathonbestzeit steht bei 2:46 Stunden....gelaufen in Frankreich.
Für eine Zeit von 2:47 Stunden und den Gesamtsieg hätte
sie 2010 in Löningen über 1330 € bekommen
(mehr als 4 Monatsgehälter eines bulgarischen Lehrers)
vermutlich 6-8 Monatslöhne einer russischen Trainerin.
Sie profitierte noch von dem Ausstieg von Constacne Türk
(Wien Marathonsiegerin = ihre auch alles erdenklich Gute !)
die aufgrund einer Erkrankung in Führung liegend frühzeitig
die Segel streichen musste. Ihr an dieser Stelle gute Besserung !

Türk passierte nach 1:27 Std. die Halbmarathonmarke und war
kurze Zeit später leider raus...
Elena lief nach 3:05:11 Stunden ins Ziel (1.Hälfte 1:29 Std.)
und hatte bei der Halbmarathomarke 25 Sekunden Vorpsprung auf die spätere
liebevolle Siegerin Christin Kulgemeyer, die nach 3:03 Stunden ins Ziel kam. Elena klagte am
nächste Tag über Schmerzen im rechten Oberschenkel und hatte einen angeschwollenen Zeh.
Sie lehnte den Gebrauch von natürlicher Pferdesalbe aber strikt ab!!!
Knapp 2 Minuten fehlten ihr zum Sieg...Elena hat schon bessere Zeiten
erlebt. Es gab Tage da verdiente sie über 1500 € für ein Rennen und bekam
Hotelunterkünte und Flüge bezahlt. Sie hat halb Europa bereits.
Sie ist 32 Jahre und 2fache Mutter...ihre Karrie ist noch lange nicht vorbei.
Die Frau ist zäh wie Leder und ausdauernd wie ein Gepaard auf Antilopenjagd!
Sie kannte übrigens unsere Deutschen Nationalspieler
Podolski, Klose und Cacau aus dem TV und wunderte sich warum die für
Deutschland spielen. Sie verstand meine Erklärung dank Aufzeichnung.

Ich drücke ihr von ganzem Herzen alle Daumen dieser Welt, dass
sie eines Tages das grosse Geld verdient und eine ähnliche lange
Karriere hat wie Birgit Lennartz. (einfach mal googlen)
Sie hätte es wirklich verdient!!!

Im Herbst startet sie noch bei
2 weiteren Marathonläufen in Deutschland man darf gespannt sein,
ich verfolge ihren Weg weiter. Meine Tür steht immer für sie immer offen.
Als Dankeschön wollte Elena mich nach Russland einladen
Ich könnte bei ihr, ihrem Ehemann und den Kindern wohnen und trainieren.

Adonov konnte eine Bestzeit von 2:18 Stunden vorweisen und
lief lange Zeit mit dem späteren Sieger Marco Diehl an der Spitze.
Die Hitze im Hasetal zermürbte ihn.  Auf der 2. Hälfte brach er ein
und benötigte 2:48:46 Stunden (1:17:-1:31)
Ich benötigte 2:50:52 Stunden und lief 1:24 - 1:26 Std.) war also auf der
2. Hälte über 4 Minuten schneller als eher, doch letztendlich zählt die
Endzeit und ich bin super glücklich über meinen 3. Gesamtplatz auch wenn ich
meine Bestzeit (2:49:19 Stunden) verfehlt habe, war es meine sportlich
grösste Leistung, weil ich "nur" eine Halbmarathonbestzeit von 1:20 vorweisen kann...
die ich 1 1/2 Tage nach einem 10 km Wettkampf am Limit lief.

Der 4. Platzierte Jörg hat auch ein super Rennen hingelegt!

Ich dufte ihren Blumenstrauss behalten. Danke!
1 Blumenstrauss steht nun am Grab meiner liebevollen toten Mutter
(Gott hab sie seelig auch für dich und Fitin bin ich gelaufen) und 1 steht in meiner Wohnung.


Aleksandar Andonov, meine Wenigkeit, Marco Diehl, Christin Kulgemeyer (1.)
Elena Bolkhovitina, Bianca Stanienda (3.)

Polnische Profiläuferinnen sind ebenso hart zu sich selbst,
ich kenne die Mentalität der Polen ein wenig, weil ich während meiner Schulziet 
einige Jahre meines Lebens Fliessbandarbeiter bei einem Bauern war.
Ich bekam knapp 5 € pro Stunden, die Polen durften nicht zusehen,
wenn wir:  Thomas, Pascal und ich unser Geld bekamen.
Sie  arbeiten für weniger Geld, dass war vor 7-8 Jahen.
Eine Polin die  beim  Münster Marathon mal ein stattliches Honorar kassierte,
reiste als Wanderarbeiterin durch Europa und trainierte nach Feierabend so gut
es ging, wenn sie genug Geld hatte fuhr sie heim und versorgte ihre Familie.

Menschen aus diesem Holz sind neben vielen guten Deutschen Läufern  
meine Konkurrenten, im Marathongeschäft. (bei kleinen Läufen)
Es bringt dir nichts wenn du eine schnelle 10 km Zeit vorweisen kannst,
du musst über Stunden bereit sein deinen inneren Schweinhund zu besiegen
und  die Fähigkeit besitzen enorme Schmerzen zu ertragen,
nur dann kannst du mithalten gegen diese hungrigen Wölfe
aus aller Welt, es gibt echt einfachere Möglichkeiten
sein Geld zu verdienen, aber es ist die Schönste oder wer von
bekommt nach Feierabend Applaus
und einen Blumenstrauss und weint vor Glück?
Höchstens nach 30 Jahren im Betrieb...

Mit lieben Grüßen

Gregor Schlüter




Immer Vorletzter & der Mann mit der Wasserpistole
Beim Bremerhaven Marathon 2009 begegnete
ich 2 wirklich verrückten Läufern, der eine
war bestimmt schon 60 Jahre alt und
hatte beim umziehen versehentlich nur
1 Laufsocke angezogen und seine
schönen Baumwollsocken an dem anderen
Fuß angelassen, tja....kann mal passieren,
wenn man viel quatscht.
Der ältere Herr hatte eine große Bauchtasche
dabei und was trug er darin, eine Wasserpistole
ich frage ihn warum, er antwortete:" laufen soll
Spaß machen und wenn die Zuschauer mir
einen Spruch schieben spritze ich sie nass!"
Indem Moment spritzte er mich nass.
Ich erschrack und lachte.

Zudem traf ich in der Umleidekabine einen etwas
2,00m großen  Läufer der mir erzählte er würde heute
den Halbmarathon laufen, als ich ihn fragte wie schnell
denn sagte er mir 2:30-2:40 Stunden.
Ich wollte erst lachen, denn so langsam zu laufen
ist wirklich eine Kunst für sich, 8 km/h kann man
nicht wirklich laufen nennen ohne dem Werten Mann
jetzt nahe treten zu wollen. So schnell gehe ich.
Er sagte mir, wenn ich einen guten Tag erwische
schaffe ich es unter 2:30 Stunden.
Daraufhin sagte ich ihm, das ist nicht dein ernst oder?
Doch, schneller bin ich nicht. Damit wirst du letzter
soviel ist klar, sagte ich ganz frech, nein Vorletzter,
erwiderte er. Warum Vorletzter? Der letzte bekommt zuviel Applaus das möchte ich nicht. Die Begründung
fand ich wirklich ein wenig komisch. Desweiteren erzählte er mir das er gerade dabei sei eine Serie
zu laufen, was für ne Serie? Möglichst viele Wettkämpfe als Vorletzter beenden.
FREAK!!! Wie oft trainiert du denn? Seine Antwort,
1 mal pro Woche, 21 km. Was, warum das denn?
Ich teste mein Wettkampftempo, Montag bin ich 21 km
in 2:38 Stunden gelaufen erzählte er mir breitgrinsend
und nahm erstmal eine Tablette, das sind Fischölkapseln, fördert die Durchblutung auf den ersten 5 km fühle ich mich immer so steif und Voltaren für die Knie nehme ich auch, denn ich bekomme immer Knieschmerzen.  Vielleicht solltest du mal öfter trainieren, dann passen sich Sehnen, Bänder und Gelenke an die Belastung an sagte ich ihm: nein dazu habe ich keine Lust,
1 mal Training und 1 mal Wettkampf pro Woche das reicht.
Als ich ihn dann auf der Strecke überrundete winkte er freundlich während er sich mit der vermutlich Letzten?! unterhielt.  Übrigens die Fahrradbegleitung des letzten Läufer war an seiner Seite,  neben ihm lief eine Dame, die er gar nicht Gentlemen überholte damit er Vorletzter wurde.

kurioses am Straßenrand
Es passierte im Januar 2008 bei Egmond
Halbmarathon in den Niederlanden,
ich lief gemütlich durch die schönen Dünenlandschaft
 und hatte gerade den Strandabschnitt passier, da konnte ich meinen Augen nicht glauben,
5 Holländerinnen hocken nebeneinander am Straßenrand, mit heruntergelassener Laufhose
pinkelten so vor den Augen der Zuschauer und anderen Läufer, Mensch das war ein Bild, ich habe mich halb totgelacht, das Männer sich an den Straßenrand stellen und pinkeln ist völlig normal,
bei Frauen habe ich sowas noch nie gesehen.
Nach dem Lauf gings unter die Duschen und siehe
da in Sachen Freizügigkeit sind auch hier die Holländerinnen anders als wir Deutschen, alle duschten gemeinsam Frauen und Männer, von wegen
getrennte Umkleiden und keiner hat sich geschämt.
Ich habe noch nie soviele nackte Frauen auf einem Haufen gesehen, aber ich fands auch nicht weiter
schlimm. Ja, so sind sie die Holländer, freizügig, lustig
und laufbegeistert in Sachen Stimmung hatte der
Lauf nämlich einiges zu bieten, es war echt klasse.



Schottenrock
Ich war noch nicht lange Läufer als mir ein
Läufer im Schottrock und beim bunter Pudelmütze
begnete, er war verkleidet, was bei Läufen hin und wieder vorkommt. Ich stand an der Startlinie des Crosslauf in Essen an der Magarethenhöhne, der Starschuss ertönte und ich machte mich auf den Weg
die 6 Runden zu bewältigen, nach ca. 6 km überholte mich doch tatsächlich, der Typ im Schottenrock, breit grinsend und unter dem Applaus des Publikums zog der an mir vorbei, Mensch was habe ich mich geschämt.  2 Jahre später habe ich ihn dann bei  Halbmarathon in Gladbeck 5 km vorm Ziel überholt, das war meine Rache und die Schmach von Essen war vergessen.
Läufer sind teilweise echt verrückte Typen, sowas wäre beim Fussball nicht möglich dort müssen alle die gleichen Trikots tragen und wenn einer nach dem Torjubel sein Trikot über den Kopf zieht gibt es die Gelbe Karte.... Das ist das tolle beim Laufen, man trifft soviel ele verschiedene Menschen und Prügeleien, gesundheitsgefährdende Blutgrätschen oder Hooligans gibt es in unserem Sport auch nicht.




Dummheit schützt vor Frauen nicht

Der Tag an dem ich vor lauter Endorphinen
den Verstand verlor. Samstag 11 Uhr,
Ende April 2007, nur noch 3 Wochen bis zum Ruhrmarathon ich befand mich in einer ausgezeichneten Verfasssung, seit dem ich im März
die halbe Marathondistanz in 1:28 Stunden absolviert hat war meine Motivation und Energie schon fast
angsteinflößend. 72 kg geballte Power, ich hatte
weiter abgenommen und fühlte mich ausgezeichnet,
meine persönliche und berufliche Tiefphase hatte ich überwunden und jeder Tag an dem ich die Schuhe anzog um loszulaufen war ein herrlicher Tag,
irgendwie gings es mir gut. Rundum glücklich,
Einstand dem man mit dem eines frisch verliebten vergleichen kann.
Ich lief los und hatte mir zum Ziel gesetzt den
Silbersee zu umrunden und auf dem Rückweg
durch Sythen zu laufen, ei Dort, nahme meiner Heimatstadt Haltern am See, ingesamt lagen etwa
20 km vor mir. Das würde für heute genügen,
schliesslich war es furchtbar heiss an diesem Tag.
Ich lief oberkörperfrei....
dann passierte es.....
Ich stand vor einem Zaun, kletterte drüber und dann
stockte mir der Atem. Ich hing im Zaun fest,
nur so nebenbei, der Zaun war 3 m hoch und ich bin
quasi wie ein Affe hinauf geklettert, das eine Beine
hing schon auf der anderen Seite, doch das Zweite,
Hilllllffeeeee.....hing fest....kopfüber hing ich am Zaun und hatte tierischen Durst und war verzweifelt....
ich konnte mich nicht lösen...ich hing 3 Minuten kopfüber am Zaun und meine rechte Kniekehle und meine linke Hand hatten sich in den Zaun gebohrt.
Leibhachtig, Adrenalin und Endorphin sei dank waren die Schmerzen erträglich doch ich hing fest und
mir gelang es nicht mich aus dieser Situation selbstständig zu befreien.

Ich schrieeee so laut ich konnte,
dann passierte es, ich konnte es erst nicht glauben,
bin ich im Film, oder ist das wirklich wahr, ja tatsächlich
2 splitterfaser nackte Frauen halfen mir in meiner
verzweifelten Lage und legten mich auf ihre
Liege. Übringens, ich bin kein Voyeur ....nicht das
hier Gerüchte entstehen....
Sie holten Verbandszeug und riefen den Krankenwagen,
ich lag dort und 2 stämmige Kerle kamen aus dem Wohnwagen vor welchen im oberkörperfrei lag und
von nackten Frauen versorgt wurde.
Sie riefen den Krankenwagen und ich wurde,
von einem Bekannten abgeholt...der hat sich halb
tot gelacht....hätte ich an seiner Stelle auch getan.

Im Krankenhaus wurde ich mit 25 Stichen genäht,
mehrwöchige Laufpause, Gips, Ruhrmarahton ade´
Dabei war ich so gut in Form.
Denkste 'Ende Mai war ich zurück!!!!
Platz 2 (Alersklasse) in Haltern beim Citylauf
Platz 1 (Altersklasse)in Schöppingen
Platz 2 (Altersklasse) Ende Juni beim Löningen Marathon
in neuer persönlicher Bestzeit....
im Juli Halbmarathonbestzeit Platz 1.

Wunder gibt es immer wieder! Ich hatte mal wieder
mehr Glück als Verstand und war heilfroh das diese
dumme Idee von mir, über diesen Zaun zu klettern so glimpflich ausging. 

Ultraläufer
Bei einem meiner ersten Läufe, es war tiefer Winter
genauer gesagt Februar 2007, der Tag an dem ich meinene ersten Marathon lief, begenete mir eine
besondere Spezies Mensch, "der Ultraläufer".
Ultraläufer sind Menschen die Laufwettkämpfe über die
Marathon Distanz hinaus absolvieren sprich mehr
als 42,195 km, es gibt 100 km, Läufe, 6 Stunden, Läufe
12 Stunden Läufe, 24 Stunden Läufe und Mehrtagesläufe.

Als mir dieser ca. 50 jährige Läufer vorm Start erzählte
der er hier heute gemütlich in 3:30 Stunden durchläufen würde, fragte ich ihn warum denn gemütlich,
er gab mir zur Antwort, weil ich gestern noch 30 km
gelaufen bin und nächste Woche an einem 24 Stundenlauf teilnehme, stopp. Bin ich im falschen Film.
24 Stundenlauf. Ich hatte mir auch vorgenommen eine Zeit zwischen 3:30 Stunden und 3:40 Stunden zu laufen und so liefen wir beiden, der alte erfahrene Ultraläufer und ich die ersten 25 km gemeinsam im 5:00 Min/km.
Während wir so mit 12 km/h bei 6 Grad und Dauerregen durch Herten-Bertlich liefen erzählte er mir wo er überall schon gewesen sei, welche Verletzungen und schon alles hatte und wie ausdauernd er doch sei...., ich kam aus dem staunen nicht mehr raus.
Mir war eigentlich gar nicht nach quatschen, schliesslich lief ich meinen ersten Marathon und das war anstrengend genug, er hingegen wirkte so locker
wie ich wohl nur beim spazieren, ich erzählte ihm das ich erst ein halbes Jahr trainiere und er wollte mich unbedingt überreden mal einen Ultralauf zu absolvieren, ich bin froh wenn ich das hier überlebe sagte ich ihm. Dieser Laufsüchtige Mann im vorgeschrittenen Alter erzählte mir von einem Ultralauf in Hamburg und wie er sich abends vorher auf der Reeperbahn vergnügt hat.
Ich fragte ihn ob er denn keine Frau hätte, seine Antwort lautete. Glaubst du es gibt eine Frau die das mitmacht,
ich laufe jedes Wochenende, ich bin geschieden und
wenn ich mal Lust habe fahre ich halt einfach in den Puff. Ich dachte ich höre nicht richtig. Mensch Junge da
brauchst du gar nicht so komisch zu gucken, das ist das normalste von der Welt sagte er mir.  Während wir die 20 km passierten (1:40 Studen waren mittlerweile rum) erzählte er mir von einem Lauf in Holland wo er vorm Start Pommes Mayo und ne Frikandel gegessen habe. Will der mich verarschen, vorm Start Pommes Mayo das macht doch keine Magen mit dachte ich mir?
Ab und zu laufe ich auch mit Krawatte erzählte er mir,
wie mit Krawatte? Ja das ist auch einer Wette heraus entstanden, ich habe mit meinem Laufkumpel  gewettet wer über 100 km schneller ist. Er hat gewonnen und ich musste in Anzug und Krawatte einen Marathon laufen, dabei habe ich gemerkt das man sich mit der Krawatte unheimlich gut die Nase putzen kann und so trage ich ab und zu eine Krawatte.

Der Typ war echt ein schräger Vogel soviel stand fest,
als ich bei km 30 langsamer wurde, sagte er kurz, so ich bin weg, viel Spaß noch beim quälen und kurz darauf lief er mir davon nicht ohen einen lustigen Spruch: Übrigens abends vorm Wettkampf kein Sex das geht in die Beine!" Es sei ihr liegt unten...

Ja nee ist klar dachte ich mir...dann war ich ihn endlich los und quälte mich über die letzten km.


Weitere Geschichten aus meinem Läuferleben folgen bald!
Es folgen:

"der kleine Junge in Borgholzhausen...."
(Juni 2008)

Der Nacht von Borgholzhausen 2008 stand an.
Im Jahr 2005 habe ich in Borgholzhausen meinen
ersten Volklslauf absolviert, es kam eher dem gehen gleich.
Mit über 90 kg benötigte ich über 95 Minuten für die 10 Meilen (16,09 km)
lange Strecke. 2008 war ich in Galaform und wusste, ich habe das Zeug
zum Sieg. Motiviert bis in die Haarspitzen stand ich an der Startlinie,
Andrenalin floss durch einen Venen und die Vorfreude stieg ins unermessliche.
5 Minuten vorm Start ging ich auf Toilette und nachdem der Kameramann mich
endlich in Ruhe gelassen hatte, fand ich sie auch. Doch auf dem Weg dorthin
hielt mich ein kleine Junge auf. Er war farbig und hatte grosse Kulleraugen.
Ca. 1,40 m gross, boooaahh hast du lange Beine waren seine Wort.
Darf ich mal anfassen. Klar Junge, wenn du mir "highfive" gibst!
Cool du bist ja total riesig, er konnte die Finger nicht von meinen Beinen lassen
und feuerte mich auf der Strecke ich. Ich gewann den Lauf in 35:06 Minuten (9,65 km)
(Schiedsrichterwertung).
Chebii & Icke in den Seitenstrassen von Münster  (Kenianer sind echt lustig...falls man sie anspricht)

 
Das ist er....der  Kenianer Chebii K.

Ein sehr charismatischer Mensch mit vielen Träumen...Jahrgang 1991

Juli 2009 der Löningen Marathon (2.57 Stunden)
8 Tage zuvor steckt mir  in den Knochen und ein Start  beim
Citylauf  in Münster hatten einen einfachen Grund:
Es ist die Stadt in der ich studiere und die mir tolle
sportliche und nächtliche Erlebnisse schenkte. Ich wollte
schon schon lange den Citylauf hier beschreiten.

Normalerweise sollte man nach einem Marathon 2 Wochen
bis 8 Wochen keinen Wettkämpfe beschreiten und kaum trainieren,
doch jeder Körper erholt sich anders und nach einigen Läufen
erholt man sich schneller.

6 Tage nach diesem Citylauf wo ich Chebi traft finishte ich übrigens
den Bremerhaven Marathon in 2.52 Stunden 2. Hälfte schneller,
dass ist mit einer damaligen Halbmarathonbestzeit
von 1:22:37 Stunden ein sehr hartes Stück Arbeite gewesen
und es stellte ein Ausnahmestiuation da, die ich unbeschadet überstanden habe.
Ich weis das ich mit dieser Zeit kein deutscher Spiztenläufer bin!

Ich wollte meine Form unbedingt nutzen, bevor ich mich verletze
und lief 2 Marathons unter 3 Stunden in 2 Wochen.
(2:57 und 2:52) zudem wollte ich den Rekord von Rene´knacken
(2.53) das gelang mir.

Ich Bremerhaven schlief ich nachdem Marathon im Zelt,
2010 vorher. Es war einfach cool.

So nun aber endlich zu Chebi:

Wir (Achim und ich) gehen zu McDonalds Wasser lassen.
 Es ist fürchtbar heiss und die Stadt kocht förmlich auf diesem
5 Runden Kurs. Kurz vorm Start entdecke ich Peggy Lange,
die in ihren besten Zeiten bei den Junionrenweltmeisterschaften auf Hawai
mit im Team war.....(wäre ne Story für sich)
Sie hat ihre Küche und teilweise
ihr Studium, durchs laufen finanziert. Heute ist sie mal wieder  mit ihren Wasserträger untwegs,
ich gönne es ihr, wobei es Andere sicherlich nötiger brauchen könnten.
Sie gewinnt den Lauf und verdient sich dank Streckenrekord 300 €.
Frauen haben es auch hart in diesem Sport, aber die Anzahl der schnellen
Frauen ist geringer als die Anzahl der "schnellen" Männer.

Chebii braucht für 30 Min. für die 10 km und während des Wettkampfs kein Wasser..
er ist Kenianer. Evoultionsbedingt kommt er mit viel weniger Nahrung und Flüssigkeit aus, 
als "verwöhnte Weisse" er verdient sich seinen Lebensunterhalt mit dem Laufen.

Falls Chebi zurück nach Kenia fliegt und kein Geld mit nach Hause
bringt darf er sich vermutlich einiges anhören,
sein holländischer Mangaer erwartete auch den Sieg und Streckenrekord,
trotz der hohen Anzahl an LäuferInnen die er überrundet.

Heute möchten Beide  (Peggy und Chebi ) die 300 € Streckenrekordprämie abkassieren.
Dafür reicht ne flotte 36er Zeit. Frauen haben es wie gesagt, einfacher in diesem Geschäft,
jedenfalls zeitlich gesehen, weil die Konkurrenz zwar gross ist aber nicht so gross und
dicht wie bei denh Männer.

Sie bleibt mehr 20% über dem Weltrekord, bei den Männer kassiert man für
ne 32er Zeit (20 % über dem Weltrekord) sicherlich normalerweise
 nicht 300 € bei einem 10 km Citylauf.

Bei Marathonläufen sieht das anders aus...

.....Chebii fliegt heute....über die Strassen von Münster,
dass er am Vortag noch einen flotten Lauf hinlegte war egal.
Chebii ist kenianischer Profi...er macht nur seinen Job.

Vor 2 Monaten war ich knapp 2 Minuten vor Peggy  im Ziel (Halterner Ctiylauf 2009)
doch heute fühle ich mich nicht gerade top fit,  der Marathon steckt in den Konchen.
Doch ich entdecken disen schwarzen, sehningen Burschen:
Dieser grazile Mensch zieht mich in seinen Bann, ein Wunderläufer: Chebii  Ezekiel Kiptoo

http://www.iaaf.org/athletes/biographies/country=ken/athcode=250796/index.html

Ein toller Mensch, er spricht gerade mit seinem holländischen Betreuer/Manager.

Der Schlachtplan  steht. 5 mal 6:00 Chebiii....5 times 6 minutes per....
run as fast as you can Chebiii...!
20 km/h, Hitze hin oder her.

Nach der 1.Runde wird Chebii von seinem Betreuer
fürchertlich angeschrien weil er zu langsam ist, kein Wunder gestern lief er noch
einen Wettkampf... 
die fremde Kultur das Kopfsteinflaster und die vielen Überrundungen machen ihm
zu schaffen.
Er läuft in beeindruckender Manier und fliegt über die Strassen von Münster.
30:00 Minuten/ 20 km/h, wiederhole es gerne.
Der Weltrekord steht bei knapp unter 27 Minuten...(anno 2010)

Alles um sich herum blendet er scheinbar aus, er läuft, er läuft einfach,
am Limit, er geht über die Schmerzgrenze, dass kann  er sehr gut.
Er ist ein kenianischer Laufprofi und dankbar dafür in Europa laufen zu dürfen.
Viele andere Menschen in seiner Heimt träumen ihr Leben lang davon.

Er läuft mit 20 km/h  auf dem Kurs...bei der Hitze es waren mind. 27 Grad-30 Grad.

Er ist 18 Jahre jung und sein Bruder war 4. bei Olympia. Da will er auch hin, aber erstmal muss
er hier die Knochen hinhalten und sich durchkämpfen und beweisen.

Wie es sich für einen Profi gehört läuft er sich aus. In der Seitenstrasse durch die ich mit
dem Bus fahre, wenn mein Zug Verspätung hat und es draussen schneit oder ich bin zu faul... :
(normalerweise gehe ich vom Bahnhof zur Hochschule ca. 20 Min.)

Die Seitenstrasse vom Prinzipalmarkt, dort läuft er.
Chebii wirkt traurig, geknickt....alleine und verlassen obwohl er gewann.
Thorsten Graw der Deutsche machte anfänglich mächtig Druck....(Respekt Junge weiter so!)
Sein Betreuer isst etwas und er lässt Chebii dort "seine Pflicht" tun.

Chebii tut mir ein wenig leid.
Ich gehe zu ihm hin lache ihn an und biete ihm einen Snack / Müsliriegel an.

Er lacht mich mit seinen perlweissen Zähnen an (trinkt wohl nicht soviel Kaffe wie ich)
und seine schöne dunkle Gesichtsfarbe lässt die Zähne natürlich noch mehr strahlen.

Er lacht mich an als hätte ich ihm 500 € geschenkt. Wieviel bleibt ihm von den 300 € abzüglich
Fahrtkosten, Betreuerhonorar, Startgeld, Flug nach Kenia und zurück, usw.......
Er macht vielleicht 10 Rennen in 2-3 Monaten dann fliegt er zurück. Doch nicht 2009.
Er sollte nur kurz zeigen was kann, ob es wert ist das man in ihn investiert
(Physiotherapie, Unterbringung, Flugkosten usw...) Am Vortag lief er bereits ein
10 km Rennen unter 30 Minuten.

Er ist es wert, ich spüre es. Seine Erzählung vom Training in Kenia bringen meine Augen zum leuchten,
ich frage per Zeichensprache und auf Englisch ob er Krafttraining macht und er legt sich direkt auf die
Strasse und beginnt mit Liegestüzen, als wäre ich der Boss und er würde meine Anweisungen ausführen. Damit habe ich nicht gerechnet. Er  beherrscht englische Sprache ein wenig und weis:

Laufen ist meine grösste Chance der Armut zu entfliehen...wenn er deutsch könnte,
wäre er auch ohne seinen Manager und Betreuer mit etwas Glück und einem gesunden Körper
in Kenia schnell ein reicher Mann (vorausgesetzt er wechselt zum Marathon und kann dort glänzen)
und müsste nicht soviel Geld an seinen Manager abdrücken!

Im Marathon sind im besten Fallmehrere hunderttausend € drin.  In Kenia kostet ein 200g  
Vollkornbrot umgerechnet 4 Cent.....Er wäre ein Held.....und würde vermutlich nächtelang tanzen
anstatt traurig und einsam in dieser Seitenstrasse zu laufen, um seine müden Beinen vom
Laktat zu befreien.

Er wartet auf die Siegerehrung und das Preisgeld 300 € Ich wünsche ihm alles erdenklich
Gute und hoffe ihn mal wieder zu treffen. Er bedankt sich nochmal für das Müsli....
Mir fehlen die Worte, ich lache....Chebi auch.
Chebi you can make if you try.....never give up....!
I hope to see you in germany one day! You dreams comes true!

I am sure! I believe in you!

Ein Jahr später 2010 läuft ein in Paderborn 27:54 Minuten!!!!!!! Über 10 km!
Chebi ich habe es gespürt, danke für diese Begegnung.
Weiter so! Du gewinnst eines Tages einen grossen Marathonlauf!

Er tut mir ein wenig leid, habe ich geschrieben, aber ich wäre auch gerne
so schnell wieder er, aber dafür habe ich jahrelang zu ungesund gelebt
und bin in der zivilsierten Welt aufgewachsen und nicht barfuss täglich 20 km
zur Schule gelaufen. Wir weissen haben eine Chance gegen die Afrikaner,
aber nur wenn wir taktisch besser laufen und mit den Kenianern trainieren!

Ein Kenianer kann auch einen Krampf oder Magenrprobleme bekommen.
Ich war selbst im Rennend als es 2009 einem Läufer aus Tansania passierte...
und er mit 10 Min Vorsprung aussteigen musste.


Ein toller Tag auch wenn ich selbst am Preisgeld vorbeigelaufen bin (die ersten 6 bekommen eins)
Mir geht es gut und Peggy die Frauensiegerin spendiert mir ein Pommes. Danke!
7 Tage nachdem Marathonlauf in Löningen, war ich doch schon sehr verwundert
wieder 10 km in 37....Minuten laufen zu können.
Im Herbst erging es mir 6 Tage nach dem Münster Marathon (2:49.19) anders, ich brauche 40 Min.

Zurück zu Peggy:
Wir lachen und ein dicker Mann fragt uns am Pommesbudenstand nach Peggys Zeit...
fast Weltklasse scherze ich...frech wie ich bin sage ich das Sie
mit dem Fahrrad vermutlich schneller sei als er......und das ist nicht mal gelogen.

Der Mann wog ca. 130 kg und war Schachspieler.....geistig war er mir sicherlich überlegen,
aber ich hatte mehr Spass :-)))) auch an diesem Tag. Achim landete und David Möller
landeten mir 2 Monate konnte ich sie beim Münster Marathon distanzieren.
Damenbegleitung - immer wieder gerne!

Dresden Marathon 2010.  Ich stand zusammen mit vielen
tausend LäuferInnen aus aller Welt an der Startlinie.
Der Marathon lockte auch einige Profiläuferinnen in
die ostdeutsche Grossstadt. Ein kalter Oktobermorgen
erforderte längeres warmmachen, was sich im weiteren
Rennverlauf mehr oder weniger auszahlte, immerhin
habe ich mich nicht verletzt.

Michael, Annett, Lisa und ihre Grosseltern bescherten mir ein tolles
Wochendende. Ich seit wundervolle Menschen, danke für ALLES!

Kurz nach Beginn des Rennens
ich  eine spindeldürre Dänin Anne-Sofie Hansen. (ich traf sie später auch beim
New York Marathon, sie ist Eliteläuferin)

Ihre Wadenmuskulatur entsprach der einer Spitzenläuferin,
wobei 10 000 m Weltrekordler Kenenisa Bekele sicher dickere Waden hat"

Kein Vergeleich zu meinen dicken "Ex-Fussballer Waden auf die
ich früher so stolz" dazu fällt mir ein Lied von DJ Ötzi ein.....


Ihr Oberkörper war ebenso schlank. (mir ist das zu dünn)
Mit einer gewissen Eleganz
und Leichtigkeit begleitete sie mich eine Weile um nach einigen
Kilometer das Tempo spielend leicht zu erhöhen und die
Halbmarathondistanz in unter 1:20 Stunden zu bewältigen.

Ich traf sie beim New York Marathon 2010 wieder. Sie stand im
Startblock der Profiläuferinnen und wurde namentlich angekündigt,
wenn ich mich nicht verhört habe. Ich stand recht daneben, im 1. Startblock.

Sie übergab ihren Trainingsanzug eigens dafür abgestellen New Yorkern
und konnte sich warmmachen, während ich nebenan in der Kälte
zuschauen konnte...(kein Eliteläufer) nur sehr ambitioniert Amateuer
der sich die Quali für den 1. Block hart erkämpft hat.

...wie sich sich auf ihren Marathon vorbereite, den sie in unter 2:46
Stunden absolvierte. Sie schien noch dünner geworden zu sein,
es hat sich ausgezahlt. Sie lief eine beeindruckede Zeit.
Hier seht ihr Sie beim Start in New York:


neben anderen ProfiläuferInnen

In Dresden traf ich noch eine weitere Läuferin,
die Kenianerin Prisca  Kiprop. Sie und meine Wenigkeit
verbrachten zahlreiche Kilometer gemeinsam.
Se bereitete mir sichtlich Freude, denn um mich herum befanden sich ansonsten fast
aussschliesslich keuchende weisse Männer die mit ihrem
inneren Schweinehund beschäftigt waren. 
Bitte nicht falsch verstehen.  Diese Kenianerin hingegen
strahlte sehr viel Kraft und Selbstbewusstsein aus,  von Müdigkeit
keine Spur,sie konzentrierte sich voll und ganz aufs Laufen und liess
sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Ihr schmales Gesicht und ihre
schön geflochteten brünetten
Haare hatte sie zu einem Zopf gebunden, wobei sie keineswegs spindeldürr
aussah, im Gegensatz zu der Dänin sehr kräftig.
Sie stach aus der Masse heraus. Sie tauchte für 42,195 km
in eine andere Welt ein, in eine fremde Welt, in ihre Welt,
um sie herum nur Menschen die sie nicht kannte und deren Sprache sie nicht beherrscht.
Dennoch war von Nervösität keine Spur, sie schien sich wohl zu fühlen und
war in ihrem Element, ich beobachtete sie sehr lang und genoss es
neben einer Profiläuferin herlaufen zu dürfen. Für sie ging es um
meherere tausend €, ich lief zum Spass und um nach Möglichkeit meine
bescheidene Bestzeit ein wenig zu steigern....
Unsere Rahmenbedingungen unterschieden sich sicherlich sehr.
, dennoch verband uns eins. Das Ziel, den Lauf zu bewältigen,
unseren Pläne in die Tat umzusetzen und den Zuschauern ein wenig was zu
bieten. Ich feuerte sie kurz an, erst registrierte sie es nicht, doch kurze Zeit
später schenkte mir sie ein bezauberndes Lächeln. Ihre schneeweissen Zähne
ihre kleine Nase, ihr makelloses Gesicht...wie gemalt, eine kenianische Schönheit.

Ein Rinnsahl von salzigen Schweisstropfen lief ihrer Stirn entlang und mal
Eine schönes Bild.
Sie strahle ein unglaubliche Eleganz aus. Ihre durch die vielen
tausend Laufkilometer geformten sportlichen Beine sorgten dafür das sie förmlich über
den Dresdener Asphalt flog. So leicht so locker, so unbeschwert, als wäre sie
in den kenainischen Wäldern, beneidenswert.
Sie hat meine Bewunderung verdient und ich
spendete ihr gerne Windschatten. Es war mir eine Ehre. Ein toller Tag.
Sie gewann den Marathonlauf und strahlte übers ganze Gesicht....leider konnte
ich nicht ganz bis zur Halbmarathomarke mit ihr laufen, ich war ein wenig schneller,
wollte ich doch mindestens noch unter 1:24 Std. bleiben, sie kam nach 1:24 an der
Halbmarathonmarke vorbei und lief nach 2:48 ins Ziel.
Ich hoffe das ich Prisca eines Tages bei einem Lauf wiedertreffe und sie erneut
begleiten darf. Damenbegleitung, immer wieder gerne.
Lisa die 2. Platzierte Halbmarathonläuferin erzählte mir nach dem Lau2f das Prisca
bereits beim Köln Halbmarathon mitgelaufen sei, dort lief ich auch mit,
ich entdeckte sie aber leider nicht.

copyright@ www.wilhelmi-Fotograf.com






"Schalke ist 4 Minuten Meister und ich war live im Stadion anno 2001"
damals kostete ein Stehplatzkarte noch 8 Mark. Das waren Zeiten!

"Der 1 Zahn Opa von Löningen"
(Löningen 2008)

"Said Azzouzi you can make it"
(Mainz Marathon 2010)


"einsame Kenianer im fremden Deutschland"
(bei vielen Läufen)

"glückliche AfrikanerInnen im Hilton Hotel"


Hier schlief Richard Chebkwony (Mainz 2010)


Haile beim Tokyo Marathon vor grosser Hürde
 
Lauflegende Haile Gebrselassie
läuft am 26. Februar in Japan.
Die nationale äthiopische
Konkurrenz hat beim Dubai
Marathon bereits mit
Zeiten von beeindruckenden
Zeiten von 2:04 Stunden vorgelegt.

Kann Haile(38) nochmal
an seine Glanzzeiten
anknüpfen oder finden
die Olympischen Spiele in
London ohne ihn statt.



Marathon-Europameister
Viktor Röthlin(37) ist auch im
Rennen, aber er hat sich
bereits für Olympia qualifiziert.